Allgemein, CDT 2016

Etappe 54: Über den Tennessee Pass und dann nach Leadville

Di., 21.06.2016 / 16,6 Meilen

Wieder eine Nacht mit Hasen-Attacke! Aber zum Glück wurden nur Buttercup und Stop’n’Go angegriffen… Mitten in der Nacht schreckt Buttercup auf, weil etwas an seinem Kopf nagt. Dadurch erschrickt der Hase so, dass er mit einem Satz die Flucht ergreift und dabei einen ordentlichen Schwall Tannennadeln in Buttercups Gesicht schießt…
Meine Isomatte hat leider immer noch ein Loch, aber die Luft hat zum Glück für eine Nacht gereicht.
Wir laufen erst kurz nach 7 Uhr los, denn bis zum Tennessee Pass sind es nur 13,2 Meilen. Von dort wollen wir nach Leadville trampen und dort eine Nacht im Hostel übernachten.

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Es geht gleich zu Beginn etwa 500 Höhenmeter hoch und ich habe Mühe, den Berg hochzukommen. Ich bin immer noch so müde und geschafft von gestern umd habe wahrscheinlich nicht genug gegessen. Mühsam und langsam schleppe ich mich durch den Wald den Berg hinauf. Am höchsten Punkt des Tages wartet zum Glück Allgood auf mich, der auch erst zehn Minuten vor mir hier angekommen ist. Wir vespern ein paar Kalorien und machen uns wieder auf den Weg. Hier haben wir heute das einzige Mal ein bißchen Aussicht. Aber schon bald laufen wir wieder durch den Wald.

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Um 11 Uhr habe ich noch 6,5 Meilen vor mir und hoffe, dass ich zwischen 13-13:30 Uhr am Pass ankomme. Meine Energie ist wieder ein bißchen besser und ich komme mir nicht mehr ganz so langsam vor. Aber die Zeit will nicht vergehen, und ich kämpfe mich weiter durch den Wald.

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Um 13:15 Uhr komme ich am Pass an, nur ein paar Minuten nach Allgood. Buttercup sitzt wohl schon seit einer Stunde hier. In der Zeit hat er sich einen Plan ausgedacht. Eigentlich wollten wir von hier nach Leadville trampen und dann morgen wieder hierher zurück  trampen und weiterlaufen. Aber er hat auf der Karte gesehen, dass der Weg nach 3,4 Meilen wieder den gleichen Highway kreuzt und will das heute noch laufen. Stop’n’Go, Allgood und ich sind nicht begeistert, aber aus mir unerklärlichen Gründen laufen wir diese Meilen wirklich noch! Ich laufe wie in Trance und hoffe, das die Zeit irgendwie rumgeht. Am Highway angekommen, trampen wir in Zweierteams und werden ziemlich schnell mitgenommen. Unsere Fahrer bringen uns direkt ans Hostel. Unglaublich nett hier!

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Als Allgood und Stop’n’Go kommen, machen wir unsere Wäsche in die Waschmaschine und nutzen die Kleider des Hostels, die sie extra für Wanderer bereitstellen. Ohne Unterwäsche, mit T-Shirt und Regenhose gehen wir erst einmal in die örtliche Brauerei, um uns zu stärken.
Wieder frisch gekleidet und in Gesellschaft von Ariel, einer Tages-Wanderin, die mit mir das Zimmer teilt, gehen wir im Quincy’s lecker Steak essen und anschließend gibt noch einen Drink in einer unglaublich urigen Bar!

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Liebe Grüße
Eure Cheezy

8 Kommentare on “Etappe 54: Über den Tennessee Pass und dann nach Leadville

  1. Hi Cheezy,

    war das der Versuch den „Nackt Wandertag“ zu kompensieren?
    Einfach fremde Klamotten kapern. Mit oder ohne pups,
    ein bisschen Halbherzig würde ich sagen. Aber na gut, wir wollen da mal nicht so sein.
    Der Drink in der unglaublich urigen Bar, war vermutlich einfach ein Jägermeister, wie das Schild verrät. Zu dem hätte ich dir sowieso geraten. Nach der langen Zeit, ohne Alkohol verträgt der Organismus im allgemeinen nur ihm wohlbekannte Ingredienzien.
    Dazu gehört Jägermeister ja dann natürlich. Auch soll die geheimnisvolle Jägermeister-Kräutermischung aus der Heimat ja bekanntlich Wunder bewirken.
    Blinde sehen , Taube hören und Lahme können wieder gehen.
    Das letztere wäre dann für euch hilfreich.
    Die letzte Frage, die mich beschäftigt, betrifft eure neuste Bekanntschaft. Deutet der Name jetzt eher auf ein Waschmittel oder eine Meerjungfrau?
    Das lässt mich heute sicher nur unruhig einschlafen.

    LG

    1. Jägermeister…. Dann lieber doch nen Wodka! Und dazu gabs Musik aus der Jukebox!
      Und Ariel ist eher eine Meerjungfrau, als ein weißer Riese!

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