Allgemein, CDT 2016

Etappe 92: Hwy 191, Big Sky & Metcalf Wilderness

Di., 09.08.2016 / 21 Meilen

Hundemüde packen wir zusammen und nutzen noch einmal das Internet, bevor wir losgehen. Dabei treffen wir Morgen, die nette Besitzerin der Lodge, die uns noch einen Kaffee mit auf dem Weg gibt.
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Elf Meilen auf dem Highway 191 liegen vor uns, und obwohl das Tal immer noch schön ist, reicht uns der Verkehr so langsam!
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Je näher wir Richtung Big Sky kommen, umso mehr Zivilisation umgibt uns.
An der Abzweigung nach Big Sky finden wir eine Tourist-Information, in der wir uns nach der Privat-Straße erkundigen. Die jungen Damen sind super hilfsbereit, zeigen uns die Straße auf der Karte und tätigen ein paar Telefonate, um herauszufinden, ob wir auf der Straße laufen dürfen.
Eine Weile müssen wir auf den Rückruf der Managerin des Privatgrundstücks warten, um dann die ernüchternde Antwort zu bekommen, dass Fußgänger aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt sind. Ich ärgere mich furchtbar darüber und bin ernüchtert, denn jetzt muss ich wieder umplanen.
Verärgert über so wenig Verständnis laufen wir Richtung Big Sky, essen dort in der Brauerei und planen die Route durch die Berge. Anschließend rufen wir Kathi an, bei der wir übernachten wollten und sagen ab, da wir noch ein paar Meilen machen wollen. Schade, ich hätte gern einmal ein amerikanisches Condo von innen gesehen.
Bevor wir uns um 16:30 Uhr wieder auf den Weg machen, kaufen wir für die kommenden Tage bis Ennis ein.
Bis wir endlich wieder in der Natur sind, müssen wir noch vier Meilen durch das erst 20 Jahre alte Big Sky, das wie aus dem Ei gepellt aussieht. Alle Häuser sehen aus, wie aus einer amerikanischen Fernsehserie und sind umgeben von einem Golfplatz. Das einzig schöne ist der Pyramidenberg Lone Mountain, der über dem Ort thront.
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Wir freuen uns, als wir endlich den Anfang des North Fork Trails erreichen und genießen das Wandern durch den Wald.
Rechts und links ragen scharfe Felstürme aus dem Wald, die schön von der Abendsonne angestrahlt werden.
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Als wir langsam nach einem Camp suchen, sind wir leider immer noch in einem engen Tal mit vielen toten Bäumen. Es windet ziemlich, und aus unerklärlichen Gründen fühle ich mich hier nicht wohl. Komischerweise habe ich in letzter Zeit abends, wenn die Sonne tiefer steht, immer ein unangenehmes Gefühl. Dann habe ich immer mehr das Gefühl, es könnte gleich ein Grizzly ums Eck kommen.
Aber wir sehen wieder keinen – zum Glück.
Es wird unwahrscheinlich, dass wir rechtzeitig aus dem Wald kommen, deshalb nehmen wir den nächst besten ebenen Platz und schlagen unser Lager auf.
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Da es auch nach dem Dunkelwerden noch stark windet, kann ich nicht einschlafen und habe das erste Mal, seit ich unterwegs bin, ein bisschen Angst.
Aber Herr Hase ist ja da und rettet mich sicher.
Gute Nacht
Eure Prinzess Cheezy

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