Allgemein, CDT 2016

Etappe 51: Ein bisschen von allem

Sa., 18.08.2016 / 22,5 Meilen

Heute haben wir die 900 Meilen geknackt! Für ein Bild mit einer 900 hat es leider nicht gereicht, denn wir müssen ja Meilen machen….

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Morgens gehen wir gleich bergauf Richtung Wasserscheide und gleich begrüßen uns zwei harte und steile Schneefelder. Zippy geht mit Microspikes über das erste Feld, Buttercup kommt bis zur Mitte, dreht dann um und geht unten herum, ich schaffe es sicher mit Microspikes über das erste Feld, aber Allgood rutscht trotz Microspikes ab und rutscht erst fünf Meter über den harten Schnee und dann noch etwa zwei Meter ins Geröll. Zum Glück hat er sich nicht gebrochen, aber er hat einige Schrammen! Das war ein Schreck! Es ist furchtbar, zuzusehen, aber nichts tun zu können!
Das zweite Schneefeld umgehen Buttercup und ich, aber Zippy und Allgood queren es und müssen sich durch den einbrechenden Schnee quälen. Puh! Allgood ist ganz schön geschafft.
Weiter geht’s den Hang hinauf und der Wasserscheide (Divide) entlang. Nach einer Weile kommen wir zu einem Highway mit Parkplatz, an dem einige Autos mit Urlaubern parken. Bis ich dort ankomme, haben die Jungs schon Orangensaft, Wasser, Burritos und Gatorade organisiert, und im Gegenzug dafür dürfen die Kinder auf Buttercups Zeltunterlage Schlitten fahren.
Danach geht es sieben Meilen bergab in ein schönes Tal, doch um in das Tal zu kommen, müssen wir eine überhängende Schneewehe umklettern.

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Unten im Tal wartet eine Flussüberquerung auf uns, die aber zum Glück nicht zu gefährlich ist.

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Beim nächsten Anstieg machen wir Pause, und Zippy entscheidet sich, alleine weiterzuwandern. Er war jetzt so lange mit uns unterwegs, aber normalerweise wandert er alleine. Steht früh auf und wandert bis es dunkel wird, ohne seinen Rucksack abzunehmen. Unvorstellbar für mich! Aber jetzt treibt es ihn weiter. Buttercup ist, glaube ich, hin und her gerissen, ob er mit ihm losziehen soll, denn die beiden laufen das gleiche Tempo. Aber er entscheidet sich, bei uns zu bleiben. Immerhin wandert et schon von Anfang an mit Allgood!

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Die nächsten Meilen sind relativ einfach, und jeder wandert für sich, bis wir nach einem ordentlichen Anstieg wieder vor einem Pass stehen, dessen Nordseite mit einem überhängenden Scheefeld bedeckt ist.

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Um den Pass herum sind Felsen und loses Geröll. Wir klettern ein Stück das Geröll nach oben, befestigen ein Kletterseil, das Buttercup zufälligerweise unten im Wald gefunden hat, an einem Felsen und klettern dann über Geröll und Schnee rückwärts nach unten. Das Seil gibt ein bißchen Sicherheit, aber in der anderen Hand habe ich meine Eisaxt und grabe mich immer fest ein. Ich darf als zweite gehen, und beide Jungs geben mir Tipps, wo ich am besten entlang gehe.

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Für das gesamte Schneefeld brauchen wir 50 Minuten. Es war unglaublich anstrengend und aufregend, hat aber auch Spaß gemacht. Meine Knie sind trotzdem ein bißchen weich…

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Zum Abschluss geht es durch ein enges Tal, in dem wir unser Camp suchen. Bis wir eine halbwegs ebene Stelle gefunden haben, müssen wir noch durch einige Bäche. Einer davon ist eher ein Wasserfall, sieht aber schlimmer aus, als er ist.

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Im Camp machen wir mal wieder ein Lagerfeuer und Essen ums Feuer herum. Der Vollmond geht wunderschön neben einer Bergspitze auf.

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Bald wird es kalt und ich krabble in mein Zelt. Allgood campt heute aus Solidarität zu Buttercup mit ihm unter freiem Vollmond-Himmel. Brrrr….
Gute Nacht Ihr Lieben,
Eure Cheezy

4 Kommentare on “Etappe 51: Ein bisschen von allem

  1. Liebe Moni,
    Ich folge dir nun auch.. Es klingt atemberaubend spannend was du da erlebst. Wahnsinn!
    Ganz liebe grüße aus der Heimat
    Dani

  2. Hello Cheezy,
    wie war das jetzt mit dem Zelt? Ist weg. Also final weg. Ohne Chance das es den Weg wieder zurück findet, das arme Zelt. Liegt jetzt also irgendwo da draußen und wartet auf einen einsamen Wanderer. Und Buttercup leidet. Logisch. Nach all der Zeit die man miteinander verbracht hat. Das verbindet. Immerhin ist sein Blick zum Firmament jetzt nicht mehr durch eine Zeltplane vernebelt.
    Sein Blick kann ungehindert zu den Sternen wandern. zumindest solange es nicht regnet. Dann wird ihn die Melancholie einholen. Wenn das Wasser oben in den Schlafsack rein, hinten am Rücken runter und unten zwischen den Zehen dann wieder raus läuft, spätestens dann wird er es vermissen sein Zelt. Dann helfen auch keine Tränen, da ja eh schon alles nass ist.
    Wie gut in so einer Situation einen Gefährten zu haben, der das Leid teilt. Wenigstens Solange Vollmond ist.
    Ich drück euch die Daumen.
    LG

    1. Juhu! Buttercup und sein Zelt sind wieder vereint! Ein Wanderer hat es gefunden, den wir kennen und hat es per Post an Buttercup geschickt! Jetzt kann er wieder im trockenen schlafen.
      Und zur Frage, wie das passieren konnte: Er hatte das Zelt unten, außer an seinen Rucksack geschnallt und da muss es sich irgendwie herausgearbeitet haben. Da so ein Ultraleicht-Zelt nur um die 500 Gramm wiegt, kann es schon sein, dass man nicht merkt, wenn es fehlt…

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