Allgemein, CDT 2016

Etappe 34: Hoch oben ein Tief

Di.,24.05.2016 / 23,5 Meilen

Von Kaffeeduft wache ich auf, aber leider ist es All Goods Kaffee und nicht meiner… Stattdessen esse ich wie jeden Morgen meine Haferflocken mit Crunchy-Müsli und Mandelsplittern mit kaltem Wasser. Danach wird das ultraleichte Silikon-Klapp-Berghaferl mit kaltem Wasser durchgespült, das ich natürlich trinke!
Und kalt soll es auch weitergehen, denn wir laufen um 6:30 Uhr los und schon nach zwei Meilen wartet eine Flussdurchquerung mit Schmelzwasser auf uns. Buttercup und Sweet Potato sind schon auf der anderen Seite und zeigen uns, wo man am besten queren kann. Buttercup hat versucht, über den Baumstamm zu balancieren, der quer überm Fluß liegt, ist ausgerutscht, aber zum Glück auf dem Stamm geblieben. Bei dem Manöver hat er allerdings seinen Wasserfilter in den reißenden Fluten verloren. Also ab durchs kühle Nass…

image

Der Rest des Tages ist relativ unspektakulär. Wir bewegen uns zwischen 2600 und 3000 m ü.M.. Mal im Wald, mal auf weiter Ebene. Die Highlights sind drei Rehe und der Blick in Richtung Colorados Schneeberge.

image

image

image

image

Leider geht es mir nicht besonders gut. Ich fühle mich nicht fit und habe ein komisches Gefühl im Brustkorb. Vielleicht die Höhe? Es macht mich ziemlich unruhig, und ich kann es kaum erwarten, in Chama ein paar Tage zu entspannen, bevor Colorados 4000er auf mich warten!
Erschöpfte Grüße,
Eure Cheesey

image

Camp auf ca. 3100 Meter mit Emma und Greg in Wild.

6 Kommentare on “Etappe 34: Hoch oben ein Tief

  1. Hi Cheesy,
    hier wurde grad diskutiert, warum ihr immer schon so früh auf den Beinen seid.
    Ich hab mal spekuliert:
    Also man liegt da so im Schlafsack. Es ist mitten in der Nacht. Das wäre ja dann die Zeit wo man noch schläft. Alles gut.
    Dann aber in der früheren Dämmerung, wenn die Viecher nach Hause gehen, welche die ganze Nacht unterwegs waren, gibt’s einen mords Lärm. Da wird geschnarrt und geknurrt, geheult und gerülpst was das Zeug hält. Und dann ist halt nichts mehr mit schlafen.
    Dann zieht vor dem inneren Auge die eigene Evolution vorbei und man sieht sich schon in den Eingeweiden eines Oppossums. Dann steht man halt auf und latscht los. Solche Fantasien in den frühen Morgenstunden sind eh nix für die gute Laune des Tages. Wobei wir wieder beim Them wären.
    Ich wünsche dir fantastische nächste Tage. längerfristig schauen wir dann mal.
    LG

    1. Hey Thomas, ich seh Dich auch in den Eingeweiden des Opossums, aber sowas von! In meinen Eingeweiden ist zum Glück ein leckeres Cornetto, das unsere Elektriker-Kollegen (aua, nicht hauen) mir vorhin spendiert haben! Liebe Grüße Barbara

      Ach und viele grüße an Cheesy. Ich würde sagen, wenn es die Käsesticks hier nicht gibt, hast Du zwei Optionen: Umstellen auf Babybel, also Formwechsel. Oder aber Gouda-Klötze vom ALdi stifteln. ALso Heimwerken.

    2. Hey Thomas, also erstens wird es ja ab 5 Uhr hell, dann wacht man ja sowieso auf. Und zweitens muss man ja auch irgendwie die Meilen schaffen!

  2. @Barbara,
    dein Vorschlag zum DIY Käsesticks basteln wird sofort umgesetzt.
    Wir könnten doch so eine CDT Selbsthilfegruppe gründen, die hier in Good old Germany den ganzen kreativen Kram nachbastelt / kocht.
    Vorschlag für den Gruppennamen: CTDCDIYIGOGG.
    Continental Divide Trail Challenge Do It Yourself In God Old Germany Group…..
    was meint ihr?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.