Allgemein, CDT 2016

Etappe 18: Halbmarathon nach Pie Town

Fr., 06.05.2016 / 14 Meilen

Heute gehts nach Pie Town, einem winzigen Ort mit zwei Kirchen, drei Restaurants, einer Post, einem Gemeindehaus und dem tollen Toaster House.
Wildernessie und ich müssen vor 12 Uhr auf die Post, um unsere Verpflegungspakete für die nächste Etappe abzuholen. Außer Pies (Kuchen) kann man in Pie Town nichts kaufen, deshalb mussten wir uns alles hierher schicken, was wir für die nächsten Tage bis Grants brauchen. 14 Meilen relativ ebene Schotterpiste liegen vor uns. Als wir um 7 Uhr loslaufen, haben wir nicht viel Hoffnung, dass wir es rechtzeitig nach Pie Town schaffen. Nach einer kurzen Pause auf halber Strecke wird uns bewusst, dass es doch klappen könnte und wir geben Gas.

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Um 11:30 Uhr haben wir nur noch eine Meile bis in den Ort. In Gedanken stelle ich mir meine Langlauffreundin Steffi vor, setze den Doppelstock ein und wir rasen, trotz Rucksack auf dem Rücken, nach Pie Town (Danke Steffi!). Um 11:50 Uhr kommen wir an der Post an und können unsere Pakete abholen.

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Gleich vor der Post treffen wir zwei Wanderer mit denen wir vor drei Wochen an der mexikanischen Grenze gestartet sind. Und wir treffen auch Nita, die Besitzerin des Toaster Houses, die uns gleich zu ihren beiden Gitarren ins Auto packt und uns zum Toaster House mitnimmt. Jeder Wanderer. Und Radfahrer kann hier im Toaster House wohnen, duschen, Wäsche waschen, sich in der Gefriertruhe bedienen und sich erholen. Und das alles auf Spendenbasis! Super genial! Vielen Dank liebe Nita! Wer Klamotten wäscht, kann in der Zwischenzeit Kleider ausleihen, die in einer Kiste bereit liegen. Überall stehen Sofas, Betten und Matrazen rum.
Wir sind aber so hungrig, dass wir erst einmal das kulinarische Angebot von Pie Town austesten wollen. Also ab ins erste Café.

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Dort gibt es lecker Frühstück und Cola. Beim Blick in den Spiegel nach neun Tagen erschrecke ich! Ich hab unglaublich abgenommen!

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Also gehts gleich weiter in das zweite Restaurant und dort verdrücke ich zwei herrliche Stücke Kuchen: Apple-Rhubarb-Pie und Apple-Cranberry-Pie. Lecker, lecker, lecker!
Dann gehts ins Toaster House zum Duschen. Es dauert eine Weile, bis ich nach neun Tagen meine Haare wieder gekämmt bekomme. Vielleicht sollte ich doch einen Kamm (ultraleicht natürlich) mitnehmen.
So, und dann geht es schnell ins dritte Restaurant, denn das hat nur bis um 18 Uhr auf, die anderen beiden haben jetzt schon zu. Alle ca. 15 Plätze sind mit Wanderern und einen Radfahrer belegt. Es gibt Burger mit Chips und Salat. Lecker, lecker, lecker!
Die nette Dame im Restaurant bietet uns Damen an, dass wir im Gemeindehaus übernachten können, weil es im Toaster House so voll ist. Und weil sie so nett ist, lädt sie uns auch noch alle auf ihren Pick-Up und fährt uns zum Toaster House.

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Im Gemeindehaus angekommen, sichten wir unsere Pakete, reinigen unsere Flaschen und Kochutensilien und richten unser Nest.
Während ich diese Zeilen schreibe, stehen plötzlich fünf andere Wanderer vor der Tür, die auch hier übernachten möchten. Das wird ein fröhliches Geschnarche! Gute Nacht Ihr Lieben!

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